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~*~*~*~*~*~Am.Ende~*~*~*~*~*~

Es ist 7:52 Uhr und mein letzter Morgen in Kyoto ist angebrochen.
Mir ist speiübel. Aber da das schon gestern Nachmittag anfing hatte ich ja genug Zeit mich daran zu gewöhnen.
Frühstücken werd ich trotzdem… Wer weiß schließlich wann ich das nächste mal Onigiri zum Frühstück essen kann… Das ist vermutlich die Tatsache die mich so fertig macht…
Das ich nicht weiß WANN ich das nächste mal hier bin, wann ich wieder genug Geld zusammenhabe. Im August? Im Oktober? Oder doch erst nächstes Jahr?
Und ich höre schon meinen Vater: „Was willst du denn schon wieder da?“ Ich weiß es doch auch nicht. Ich weiß nur dass ich mich in den 20 Tagen hier wohler fühlte als in den ganzen fünf Monaten in Berlin. Es ist einfach mein zu Hause. Vielmehr als es Berlin je war. Ich weiß nicht mal OB es Berlin je war, jetzt nachdem ich weiß wie sich das anfühlt.
In Berlin überlege ich es mir dreimal ob ich wirklich raus will bzw. raus MUSS…
Mich den Blicken, den Sprüchen, den Jugendlichen aussetzte die mir zugegebenermaßen Angst machen wenn ich sie Donnerstag Nachmittag in Fünfergruppen mit je einer Flasche Wodka in der Hand vor Lidle sitzen sehe… (Nein ich wohne nicht Kreuzberg/Neukölln/Wedding etc. sondern in Steglitz…)
Und in dieses wunderbare Land „darf“ ich jetzt zurück… Ich bin begeistert.
Ich könnt heulen. Ich hab schon geheult (ihr glaubt doch nicht wirklich dass ich schlafen konnte oder?), ich werde auch wieder heulen (im Bus, im Flugzeug, Gelegenheiten gibt es ja genug).
Trotz alledem, die letzten anderthalb Tage mit Flo waren klasse.
Noch ein bisschen Sightseeing, ein bisschen Shoppen, Sushi essen gegangen… UND: Leute aus meiner alten Klasse getroffen. Ich dachte ja ich hätte akustische Halluzinationen als ich es hinter mir „SARAH!!!“ rufen hörte…
Aber nein… Hach ich war so glücklich.
(Noch so ein Unterschied… In Deutschland suche ich, wenn ich alte Klassenkameraden, sei es Grundschule oder Gymnasium, sehe in 95% aller Fälle fluchtartig das Weite…)
Vielleicht bring ich es ja in Deutschland über mich noch mal einen genaueren Bericht zu schreiben, ich wage es aber stark zu bezweifeln. Ich glaub nicht dass ich mir das antun will. In dem Wissen NICHT zu wissen wann ich… Na ja… ihr wisst schon.
Jetzt muss ich erstmal fertig packen. Um 09:20 muss ich nämlich los. Damit ich in aller Ruhe am Bahnhof noch ein paar traditionelle Süßigkeiten kaufen kann und um 10 meinen Bus zum Flughafen kriege. Um 11:55 Uhr heißt es dann einchecken und um 14:55 verlasse ich japanischen Boden. (Hab ich schon erwähnt dass mir schlecht ist?)
kyoto.protokolloki am 25.3.08 00:18


~*~*~*~*~*~Ver.Brannt~*~*~*~*~*~

Juten Tach ^__^
Viel neues gibts nich, aber viel zu schreiben trotzdem...
Erstmal war ich heute im Goethe-Institut.





Die haben dort auch ne ganz süße Bibliothek, aber halt vor allem mit deutscher Literatur/Belletristik. Die wenigen Nachschlagewerke die sie haben sind eher gewöhnliche Lexiken, die mich mit ihrem Inhalt nun nicht wirklich weiterbringen...
Das Institut an sich ist ganz hübsch eingerichtet. Überall Sessel, aktuelle deutsche Zeitungen/Zeitschriften und Flyer über Austellungen zu deutschen Themen in Japan und natürlich zum Sprachunterricht.
Getroffen hab ich ausser der Frau hinter der Rezeption und der Bibliothekarin niemanden. Und da es auch nicht viel zu sehen bzw. (für mich nützliches) zu lesen gab hab ich mich bald wieder verzogen.

Bis auf den halbstündigen Abstecher ins Goethe-Institut war ich den ganzen Tag draußen am Fluß, mit dem Ergebniss das ich einen Sonnenbrand auf der Nase habe. Ist das zu fassen?*mhpf* -_-°
Und dann hab ich mal geschaut was in Berlin so für Wetter ist... O.o Teilweise MINUSGRADE??? *in ohnmacht fall*
Hier sind 15 Grad, in der Sonne bestimmt schon 20 (Stichwort Sonnenbrand...)





Mein Fuß tut, trotz der 10 Kilometer Fußmarsch insgesamt, nicht mehr so weh wie gestern, geschwollen ist er aber trotzdem...
Nützt ihm aber nichts, morgen und übermorgen gehts nach Osaka, und da wird auch noch mal viel gelaufen (morgen --> shoppen) und viel gestanden (übermorgen --> Konzert).

Also, wünscht mir Spaß morgen in Osaka, denn wenn ich mich für Linda erstmal durch den Namba Bahnhof zum Tower Records gewurschtelt habe (Das ist der böse Bahnhof mit den 200 Ausgängen... A bis D jeweils 1-30 und das ganze bei A und B auch noch mit Minus... Sprich: B26 nicht gleich -B26) gehts auf nach Shinsaibashi zum Shoppen *muharhar*. Der Pure Sound kann sich schon mal auf seinen Monatsumsatz freuen...
Ich geh jetzt erstmal meine Nase kühlen...
Bis die Tage ^____^
kyoto.protokolloki am 18.3.08 13:06


~*~*~*~*~*~Gegen.Ende~*~*~*~*~*~

Montag, 17 März 2008
Guten Tag…
Mit Erschrecken hab ich heute morgen festgestellt dass ja schon der 17 ist und meine Zeit hier sich mit rasenden Schritten dem Ende entgegenneigt...

Viel neues zu berichten gibt’s auch nicht… Im Prinzip laufen meine Tage immer gleich ab… Spaziergang am Fluss entlang bis hinein ins Zentrum, dort ein bisschen durch die Geschäfte schlendern, im Excelsior einen Kaffee trinken und entweder arbeiten (Uni) oder aber lesen. Wenn das Wetter entsprechend ist, nehm ich mir den Kaffee mit und trink ihn am Fluss…
Obwohl dort die Gefahr groß ist nicht zum arbeiten zu kommen, weil ich dann viel lieber Leute beobachte, ihre Gesprächsfetzen aufnehme und mir überlege wer sie wohl sind, was sie machen, wo sie hingehen und was sie dort erwartet etc.
Das Leben fließt momentan einfach an mir vorbei und es ist großartig…

Und ich war noch mal bei meiner alten Wohnung. Hab aber beschlossen dort nicht mehr hinzugehen. Auch nicht in den näheren Umkreis (Supermarkt, Drogerie, 100 Yen Shop etc.). Es hat überraschend weh getan dort zu sein. Vermutlich werd ich dieser Gegend erst wieder nahe kommen, wenn ich wieder eine Wohnung hier habe.

Bereits heute morgen muss ich irgendwann mal ungünstig aufgetreten sein, ohne es sofort zu merken, denn mir tut beim Gehen die Sehne direkt hinter dem Knöchel unglaublich weh.
Mit dem Ergebnis das ich schon seit kurz vor 16 Uhr wieder im Hostel bin. Eigentlich wollte ich nur schnell ein paar Bücher aus meiner Tasche nehmen, meine Kamera einpacken um noch ein paar Fotos zu machen und neue Musik auf meinen MP3-Player ziehen und dann wieder los. Ich hatte ja gehofft das sich mein Fuß in der Pause wieder erholt, nachdem ich allerdings wieder aufstand und den ersten Schritt gemacht hatten hab ich mich spontan dazu entschieden heute am besten gar nicht mehr aufzustehen… -_-°

Morgen geht’s dann endlich mal in die Bibliothek (Sonntag und Montag geschlossen) und Mittwoch und Donnerstag nach Osaka. Am 21 und 22 wird noch mal ordentlich gearbeitet (damit diese Hausarbeit endlich fertig wird) und am 23 kommen ja auch schon Flo und Kat…
(Achja: und ich hab mir den Stitch gekauft *harhar* War aber gut dass ich gewartet habe, denn er ist noch mal 1000 Yen billiger geworden… ich weiß zwar noch nicht wie ich ihn zurückbringe, weil ich nicht weiß ob er in meinen Koffer passt, er ist ja doch recht groß, aber notfalls nehm’ ich ihn einfach als Handgepäck… Hach und er ist toll… flauschig und weich und knuffig und überhaupt *verliebt*)
Bis die Tage
Sarah

Edit: ich hab grade erfahren dass ich in meiner Japankunde-Klausur eine 1,7 habe... hach ich bin so glücklich... sorry für den sinnlosen nachtrag, aber irgendwo muss ich ja hin mit meiner Freude... ^______^
kyoto.protokolloki am 17.3.08 09:23


~*~*~*~*~*~All.tag~*~*~*~*~*~

Donnerstag, 13 März 2008;
Guten Abend.
Hier ist es jetzt 21:45 Uhr und ich habe mit Entsetzen festgestellt dass mein Adobe Photoshop nicht mehr funktioniert. O.o
Wie soll ich denn jetzt die Bilder verkleinern? Und zuschneiden? Und bearbeiten? *argh*
*たすけて!!!*
Ich werd jetzt erstmal ne kostenlose Testversion für 30 Tage runterladen, in Deutschland muss dann aber dringend ne endgültige Lösung her (und NEIN ich kann mir nicht einfach ne neue Version für über 250 Euro kaufen… 250 Euro sind schließlich ein Drittel des nächsten Japanflugs…). Will sagen: Es dauert noch ein bisschen bis Bilder die Einträge verschönern.
Heute war nicht viel los. Ausgeschlafen, losgeschlendert, am Fluss dann erstmal gefrühstückt und festgestellt dass das Wetter nicht mehr so schön ist wie die letzten beiden Tage.
Von 13:30 bis 18:00 saß ich dann im Excelsior und hab angefangen an meiner Übersetzung zu arbeiten und meine Logik ein bisschen auf Vordermann zu bringen. Ich hab nämlich so ein ganz tolles Buch mitgebracht *grins*.



Und ich hab mir noch mal meine Kamera und ihre Anleitung näher zu Gemüte geführt. Da ich mein Baby ja in Reparatur schicken musste (*schnief*) hab ich über ein Dreivierteljahr nicht mit ihr gearbeitet… Und irgendwie muss ich mich da erstmal wieder reinfuchsen…
Der Vorteil vom Excelsior ist, dass ich den ganzen Tag nur japanisch um mich herum höre. Mit positiven Folgen. Mein doch erschreckend schlecht gewordenes Japanisch wird langsam wieder besser. Zumindest versteh ich wieder mehr. *勝ち*
Jetzt werd ich wohl noch meine Taiwan-Aufgabe lösen, eigentlich wollte ich das ja tagsüber machen, aber meine ganzen Quellen befinden sich entweder im Netz oder als Word-Dateien gespeichert auf meinem Laptop und den wollte ich nicht mitschleppen… Also mach ich das entweder jetzt oder morgen früh.
Je nachdem wie meine Laune und das Wetter ist schau ich dann morgen mal beim Goethe-Institut rein. Früher oder später will bzw. muss ich da eh hin, denn ich will mal die Bibliothek durchstöbern ob die nicht noch interessante Bücher für meine Hausarbeit in Japankunde haben…
Joa, wie ihr seht… im Osten nichts neues.



Also lasst es euch gut gehen und bis morgen.
Sarah

Edit 16 März: offensichtlich oder? ab sofort mit fotos...
kyoto.protokolloki am 13.3.08 14:37


~*~*~*~*~*~Rück.Blick~*~*~*~*~*~

Einen wunder schönen guten Abend ^^
Mein sechster Tag hier neigt sich dem Ende entgegen und ich dachte mir da wird es doch mal Zeit was von mir hören zu lassen.
Es geht mir absolut großartig. So gut wie seit dem 03 Oktober 2007 nicht mehr (für alle die es nicht wissen: Das war der Tag an dem ich nach Deutschland zurück musste).
Es ist als wäre ich nie weg gewesen. War ich wirklich fünf Monate in Deutschland? An der Uni? Ich fühle mich als hätte ich maximal einen Wochenendausflug unternommen.
Sechs Tage sind ja eine ganz schön lange Zeit, ich versuchs trotzdem mal mit einem Rückblick. Wer also auf Details keinen Bock hat kann sich mit dem Wissen dass ich momentan der glücklichste Mensch der Welt bin wieder seiner vorherigen Tätigkeit widmen… Für alle anderen (und vor alle für mich als Erinnerung) hier der Rückblick:

05 März 2008:
Abflug nach Japan. Dieses Mal mit Alitalia, von Berlin Tegel, über Mailand nach Osaka, auf den Kansai International Airport.
Bemerkenswert: Mailand befindet sich scheinbar, genau wie der Flughafen von Helsinki, fest in japanischen Händen. War ein schönes Gefühl mal wieder nur noch japanisch um einen herum zu hören und auf japanische Verhaltensweisen zu treffen… Nur dieses Volk bringt es mit absoluter Sicherheit fertig MITTEN auf dem Treppenabsatz, an der ohnehin schon engsten Stelle, in mindestens Dreiergruppen stehen zubleiben und darüber zu diskutieren ob es jetzt besser ist wenn alle zurückgehen und sich noch was zu trinken kaufen oder aber nur einer der für alle kauft…
„Was wollt ihr denn?“ Mein Gesicht: O.o
„Ich weiß nicht… Cola oder Kaffee… Mh…“ Mein Gesicht: O.ó
„Ich hab das Geld nicht passend, kannst du auslegen?“ Mein Gesicht: Ó.ó
Diese Diskussion dauerte ungefähr drei Minuten und dann kams:
„Eigentlich ist es auch egal, wir kriegen ja im Flugzeug was. Lasst uns mal weitergehen.“
Mein Gesicht: -_-°°°°°
Was soll man dazu noch sagen? Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen oder schreien sollte und entschied mich für ein glückseliges Grinsen. Wie hatten mir diese Marotten doch gefehlt.
Mit mir im Flugzeug befanden sich dann scheinbar auch nur Japaner. Ich tippe auf zwei Highschool-Klassen auf Abschluss- und ein Altersheim auf Abschiedsreise…

Donnerstag; 06 März 2008
Wie üblich konnte ich im Flugzeug natürlich NICHT schlafen und kam so halbwegs übernächtigt in Osaka an.
Dort dann durch die ganzen Kontrollen. Seit November 2007 muss man sich bei der Einreise Fingerabdrücke nehmen, sowie ein Foto machen lassen.
Nachdem das geschafft war bin ich erstmal auf Toilette. Nur deshalb erwähnenswert weil ich dort meinen Laptop stehen ließ und er, als ich 10 Minuten später, vom Gepäckabgabe-Band zurück gehetzt war, noch völlig unberührt da stand.
Spätestens jetzt war klar: ich bin in Japan.
Als ich dann ENDLICH alle Kontrollen hinter mir hatte und in der Haupthalle stand machte ich die Feststellung, dass ich überhaupt keinen Bock auf den Bus hatte. Schließlich hätte ich dann vom Hauptbahnhof in Kyoto zu meinem Hostel laufen müssen. Okay zugegeben es sind nur 5 Minuten, aber total kaputt, mit Koffer + Laptoptasche + Handtasche werden daraus schon mal 15…
Also bin ich zum MK-Stand geflitzt und hab mich für 9 Euro mehr (Bus kostet 2300 Yen, MK 3500) direkt bis vor meine Hosteltür fahren lassen…
Erwähnenswert: Mit mir am MK-Stand befand sich ein Typ, zwischen 20 und 25, eindeutig Musiker (Outfit und Gitarrentasche sprachen eine deutliche Sprache) und er kam mir so verdammt bekannt vor… Ich versuchte mir das Gesicht mit entsprechendem Make-Up, gemachter Frisur und Klamotten vorzustellen aber klick machte es nicht… Ich bin immer noch am Grübeln…
Falls jemand einen japanischen Musiker kennt, der mit Nachnamen Murakami heißt und um den 6 März herum in Kobe war (da wollte er nämlich hin), so gebe er mir doch bitte bescheid ja…
Zurück zum Thema: In Kyoto angekommen stellte ich mein Gepäck im Hostel ab (richtig einchecken ging erst am 16 Uhr) und machte mich auf um mir ein öffentliches Telefon zu suchen. Zhenya angerufen ob wir unser Treffen auf 16 Uhr vorverlegen wollen und dann erstmal ordentlich Geld umtauschen. *harhar* Ich bin dann vom Bahnhof aus mit dem Bus bis direkt ins Zentrum gefahren und das letzte Stück zum verabredeten Treffpunkt gelaufen.
War ich wirklich jemals weg? War ich nicht erst gestern noch in Schule? Und bin ich nicht erst heute morgen in meinem Appartement mit meinen selbst gemachten Vorhängen und dem winzigen Regal, der kleinen „Küche“ und dem noch kleineren Bad aufgewacht um mich darüber aufzuregen dass diese verfluchten japanischen Autos immer ein durchdringendes Piepen von sich geben müssen wenn sie rückwärts fahren? Und würde ich nicht, nach dem Sushi-Essen mit Zhenya mit ihr am Fluss entlang nach Hause laufen und von ihrem Appartement aus den Rest des Weges bis zu mir mit dem Fahrrad fahren?
Nein… denn es gibt kein mein „Appartement mit meinen selbst gemachten Vorhängen und dem winzigen Regal, der kleinen „Küche“ und dem noch kleineren Bad“ mehr… Es gibt nur noch ein Hostel in dem ich für knapp drei Wochen wohne und die erschreckende Feststellung dass dieses winzige Appartement in Kyoto für mich viel mehr „meine Wohnung“ ist und ich mich dort viel mehr zu Hause fühle als in meiner wirklich schönen Wohnung in Berlin.
„Ich will nicht mehr zurück. Ich will nie wieder zurück.“
Waren meine Gedanken als ich durch die Stadt lief.
Da ich schon eine Stunde vor der vereinbarten Zeit am Starbucks war genehmigte ich mir einen großen Latte Charamell Macchiatto und las noch ein bisschen. Viertel vor vier dann auf Richtung Busstation an der Zhenya ankommen müsste und… perfektes Timing. Da stieg sie gerade aus dem Bus. Nach ausgiebiger Begrüßung machten wir uns auf in unser Kaiten-Sushi Restaurant. Oh Gott was hab ich dieses Essen vermisst.
Es folgte ein irgendwie schräger Nachmittag mit viel zu erzählen und viel Kaffee und noch mehr gelaufen WEIL: Zhenya hatte mir mein Ticket für das Sadie-Konzert am 7 März (damals also morgen) in Osaka gegeben aber ich habs nicht mehr gefunden… Wir sind also sämtliche Stationen noch mal abgelaufen (sprich ZWEIMAL durch mehr oder weniger ganz Kyoto) aber vergebens.
Das Ticket war weg und am Tag vor den Konzerten kann man auch im Lawson keine Tickets mehr kaufen… Ich war zwar etwas geknickt aber nicht wirklich sauer, dazu freute ich mich viel zu sehr wieder da zu sein…
Außerdem hab ich mir gleichmal ne tasche gekauft... (stand aber auf meiner einkaufliste... ^^°):



Bis 21 Uhr saßen wir dann noch in einem Café und bevor ich zurück ins Hostel und Zhenya nach Hause ging verabredeten wir uns für den 8 März um 12 Uhr, beim Starbucks an der Sanjo-Brücke (Gleicher Treffpunkt wie am 6 März auch…).

Freitag; 07 März 2008
Zhenya hatte heute Abschlusszeremonie und ich machte mich spontan auf nach Osaka. Erstens zum Shoppen und zweitens um mal zu gucken ob es an der Abendkasse noch Tickets für Sadie gab. Gab es. Aber, so erklärte mir die Frau um 14:30 am Schalter, erst am 17:30.
Schön zu beobachten war ihre Mimik: Von Erschrocken („Oh Gott… Ausländer“) über Verblüffung („Huch, sie spricht Japanisch“) zu leichter Panik („Verstehe sie mich? Hoffentlich versteht sie mich, was mache ich wenn nicht? Ich kann doch kein Englisch“) und abschließender Erleichterung („Ein Glück sie hat mich verstanden“ *puh*) war alles dabei.
Ich verbrachte also einen entspannten Nachmittag in Osaka (Schaufenster und Leute gucken, Shoppen, Bummeln, Kaffee trinken) und stellte fest das sich auch hier nichts verändert hatte. Lediglich der Pure Sound (Na? Erinnert sich noch jemand?) hat ein wenig umgeräumt.
Pünktlich 17:30 war ich wieder an Ort und Stelle, besorgte mir mein Ticket und ging auch gleich wieder. Um 18 Uhr war Einlass und um 18:30 schlenderte ich langsam mal zurück um dann auch mal rein zukommen. Drinnen erstmal ne Runde einkaufen. Das obligatorische Tour-Shirt in Schwarz, einen absolut genialen (flauschig weichen) Cappu (oder auch Parker oder Hoodie oder was weiß ich) und eine total schicke Tasche. Ich LIEBE Merchandise (vor allem wenn ich Geld habe *harhar*).







Und ich liebe die Japaner für ihre Schließfächer. Dort konnte ich das ganze Zeug, sowie meine Jacke und Tasche nämlich unterbringen.
Das Konzert war großartig. Es war übrigens das dreijährige Jubiläum der Band. Vor fast genau drei Jahren waren sie, in dem gleichen Live-House, damals aber als Opening-Act, zum allerersten Mal aufgetreten. Um mal Mao, den Sänger, zu zitieren „Damals kannte uns noch keiner.“ Ach? -_-°
Heute kriegen sie die Halle alleine voll. Hach ich bin so stolz auf sie *grins*.
Mitten in „赤蝶々“ riss dann plötzlich Akis Bassseite. Gott klang das SCHEIßE ohne Bass. So… flach… irgendwie… keine Ahnung. Bevor ich mich jetzt hier in langen Ausschweifungen verliere wie großartig und besonders diese Band ist sag ich lieber gar nichts mehr dazu. Hier mal ihre Website:
Sadie Official Homepage
Jedenfalls ging das Konzert gut zweieinhalb Stunden bis ca. 21:30 Uhr.
Danach ab in die Bahn, zurück nach Kyoto, ins Bett und schlafen.

Samstag; 08 März 2008:
Wie abgesprochen mit Zhenya getroffen, am Fluss Spazieren gegangen (Kyoto lädt mehr als jede andere Stadt der Welt dazu ein und das Wetter war klasse) bis zum Quanat bzw. Izumia, bisschen eingekauft, viel erzählt. Was man halt so macht wenn man sich fünf Monate nicht gesehen hat. Beim Chinesen schräg gegenüber der Uni gegessen. Alles genauso wie früher *nostalgisch werd*.
Gegen 20:40 machte ich mich dann auf nach Hause bzw. ins Hostel

Sonntag; 09 März 2008:
Im großen und ganzen das gleiche Spiel, nur das ich dieses Mal nicht ins Hostel fuhr sondern wir die Nacht durchmachten und am Montagmorgen um 5:15 Uhr mit dem Taxi zum Hauptbahnhof fuhren, wo sich Zhenya in den Bus Richtung Kansai International Airport setzte. Sie ist jetzt nämlich erstmal zwei Wochen in der Schweiz. Ich fliege am 25 März nachmittags ab und am 26 März morgens landet Zhenya wieder hier. Wenn das nicht das BESCHISSENSTE Timing der Weltgeschichte ist, weiß ich auch nicht. Sie versucht noch von der Schweiz aus umzubuchen, damit sie ein bisschen früher wieder hier sein kann. Ich hab das gleiche bei Alitalia versucht, nur das ich meinen Abflug hinauszögern wollte… so um zwei Wochen. Zumal Zhenya meinte ich könne ab dann bei ihr wohnen (sie zieht nämlich am 28 März um). Wie auch immer. Es geht nicht. Mein Flug ist definitiv absolut überhaupt nicht umbuchbar… Jetzt hoff ich also dass es zumindest bei ihr klappt.
In der Zwischenzeit hatte ich übrigens festgestellt das mein japanisches Handy nachdem ich es aufgeladen hatte zwar angeht, und als Wecker und Kamera auch noch zu gebrauchen ist, nur… telefonieren kann man damit nicht mehr.. und c-mail schreiben auch nicht… *argh*
Ich weiß nicht woran es liegt, jedenfalls hat Zhenya, da sie das gleiche Handy hat, ihres vorsichtshalber hier in Kyoto gelassen und nicht mit in die Schweiz genommen.
Weiter im Text: Um kurz vor sechs (es war inzwischen Montag) machte ich mich dann auf Richtung Hostel. Das Drama das sich beim Packen von Zhenyas Sachen abspielte erspar ich euch jetzt.
Außerdem waren wir noch bei der Post (also Sonntag Nachmittag) wo ich meine Postkarten und das erste Packet (6,35 kg) nach Hause schickte. Dafür hab ich jetzt erstmal wieder japanische Bücher…

Montag; 10 März 2008:
NICHTS. Absolut nichts. Da ich die Nacht mit Zhenya durchgemacht hatte und sowieso schmollte dass ich jetzt alleine war verbrachte ich den Montag mit Anime-Schauen und Lesen im Bett. War sowieso noch scheiß Wetter.

Dienstag; 11 März 2008:
Gestern also der erste „Arbeitstag“. Ich habe mir nämlich vorgenommen meinen ganzen Uni-Kram zu machen während ich hier alleine bin und auf die Ankunft von Flo und Kat (auch wenn die gleich wieder weiterfährt) warte.
Das heißt folgendes:
Für China: Zwei Bücher lesen und Rezensionen dazu schreiben (je eines am 11 und am 12 März) sowie diese Fragestellung beantworten: „Suchen Sie unterschiedliche Positionen zur Frage, ob Taiwan a) ein eigener Staat (Nation) ist b) unabtrennbarer Teil von China? Geben Sie an, wer diese Meinung wann vertritt? Geben Sie uns den Argumentationsverlauf wieder. Begründen Sie aufgrund Ihres Vorwissens, warum hier welche Position vertreten wird“ (am 13 März)

Für Japanisch V: einen Auszug aus einem japanischen Buch übersetzen. Und zwar soviel das fünf Seiten deutsche Übersetzung dabei herauskommen (14 & 15 März).

Für Japankunde I: Eine zehnseitige Hausarbeit zu folgender Fragestellung: „Inwieweit hat die Diskrepanz zwischen der gewollten Rolle der Händler im Ständesystem und ihres tatsächlichen ökonomischen Stellenwertes zur Destabilisierung des Tokugawa-Regimes beigetragen?“
(16-22 März)

Das klingt jetzt schlimmer als es ist. Ich wollte unbedingt eine Fragestellung zu dieser Epoche, und da es sich auf Politik oder Wirtschaft beziehen musste habe ich den Vorschlag meines Dozenten dankbar angenommen… Außer das es eben unbedingt etwas aus der Tokugawa-Zeit sein sollte ist MIR nämlich nichts eingefallen…

Also hab ich mich am Dienstag gegen 11:30 aufgemacht zu einem etwa einstündigen Spaziergang den Fluss entlang bis ich in der Innenstadt war. Dort hab ich mich dann bei einem Iced Cafe Latte an die erste Rezension gesetzt. Als die fertig war bin ich ne Runde gelaufen. War im Tower Records und einem anderen CD Laden, hab nach der Kette die meine Schwester haben wollte Ausschau gehalten und für Loki die Preise der Copic-Marker im Loft (Kaufhaus) aufgeschrieben. Dann zurück ins Cafe Excelsior und dieses mal bei einem heißen Cafe Latte schon mal angefangen das nächste Buch zu lesen. Gegen 21:00 machte ich mich dann auf den Rückweg, tippte die Rezension ab, schaute noch ein paar Folgen D.Gray-Man und ging schlafen.

Mittwoch; 12 März:
Das Gleiche wie gestern. Gegen 11 Uhr auf Richtung Innenstadt, noch kurz ins Takashimaya um zu überlegen ob ich mir diesen absolut niedlichen Plüsch-Stitch für 2500 Yen nun kaufen soll oder nicht. (Ich habs erstmal nicht, aber gegen Ende werde ich mich wohl nicht mehr wehren können. Ich steh einfach auf das Vieh). Dann erstmal in die Teramachi-Dori um dieses Mal sämtliche Schmuckläden gründlichst nach der Kette für meine Schwester abzusuchen. Vergeblich. Tut mir leid mein Zwerg, ich fürchte du musst dir etwas anderes wünschen.
Und schließlich wieder im Excelsior Cafe. Lesend und Stichpunkte machend und dabei genüsslich einen Kaffee trinken und rauchen. Großartig. Auch das Wetter ist ein absoluter Traum. Sonnig, ungefähr 15 Grad. Nicht zu warm und nicht zu kalt. Auf dem Rückweg bin ich dann noch schnell in den nächsten Lawson geflitzt und hab mir mein Ticket für das Merry Konzert am 20 März in Osaka gekauft *happy*
In den Club Quattro in Shinsaibashi (also genau in dem Viertel in dem auch das Osaka Muse und das BigCat liegen) passen genau 800 Leute und ich hab Ticket Nummer 555. Schnappszahl *grins*
Meine Größe und die Tatsache dass ich ohnehin lieber hinten stehe trösten mich über die schlechte Nummer hinweg. Und meine Erleichterung dass ich mich nicht durch ein mir unbekanntes Viertel tasten muss, sondern weiß wo der Club liegt.
Auch wenn ich noch nie da war. Aber ich fahr am 19 März eh für Linda nach Osaka um da im Tower Records zwei CD’s von Ayabie zu kaufen. Zu diesen CD’s gibt es eben an jenem Tag Konzert-Tickets für ein Instore-Event. Und diese Tickets kriegt man eben nur in diesem Laden. Ein Glück ist der auch in Shinsaibashi…
Auf alle Fälle werd’ ich mir da den Club schon mal aus der Nähe anschauen.
Franzi, du als gleichgesinnter Merry-Fan darfst dir jetzt mal einen Merchandise-Artikel wünschen… Es gibt T-Shirts, Schweißbänder, Spiegel, ein Feuerzeug-Set, ein Handtuch und… ach weißt du, schau mal hier:
Many Merry Days #4 Official Goods Collection
Jetzt werd ich erstmal die zweite Rezension abtippen und hochladen und morgen schaff ich es hoffentlich diesen Bericht hier mit ein paar Fotos zu verschönern. Ich versprech aber nichts ne…
Auf bald, eine rundum zufriedene
Sarah
kyoto.protokolloki am 12.3.08 13:48


~*~*~*~*~*~Wieder.Sehen~*~*~*~*~*~

Entschuldigt die lange Abwesenheit…
Ich hab heute endlich Seiko und Linda mal wieder gesehen, aber bevor der Bericht von heute kommt, erstmal die vom 26, 27 und 28 Dezember:


26.12.06:

Es hat den ganzen langen Tag geschüttet wie aus Eimern… echt ätzend. Dementsprechend sind wir auch erst um Viertel vor Eins los zur Teramachi. Es war ja der erste Tag für Yosh und dementsprechend wollte sie da natürlich unbedingt hin. Wir haben kurz Purikuras gemacht, uns ein bisschen umgeschaut und sind dann weiter nach Ikebukuro, zur Ikefukuro (einer Eulen-Statue, direkt im Bahnhof), weil wir uns dort um 14:30 mit Amiyu und Mina treffen wollten. Als man sich dann gefunden hatte hat uns Amiyu erst zum „Animate“ gebracht, einem riesigen Anime/Manga-Shop, wo man auch gleich das dazugehörige Merchandise kaufen konnte, gigantisch. O.o
Dann noch ins BrandX, einen CD-Shop für Visual Kei. *blink-blink*
Ich musste mich ja wirklich zusammenreißen mir nur die neue Merry-Single „Calling“ und das Kagerou Best-Of Album „Shinjuka“ zu kaufen…
Ich meine als ich vor ein paar Monaten zum ersten Mal im „Pure Sound“ in Osaka war, hab ich da knapp 200 Euro gelassen… Am 26.12 waren es nur 30, ich find mich gut… -_-°°°
Fotos hab ich nicht gemacht… Hat ja schließlich nur geregnet, und Ikebukuro besteht halt auch nur aus modernen Häusern…
Um sechs bin ich dann ins Guesthouse zurück und die anderen sind zur Moi Dix Mois - Last Year Party…
Hat mich nicht weiter gestört, ich konnte hier nämlich in aller Ruhe mal wieder 4 Stunden am Stück ein deutsches Buch lesen ^_________^

27.12.06
Erste Feststellung am Morgen: Das Wetter hier ist seltsam. Am 27. 12 war strahlend blauer Himmel und in der Sonne bis zu 17 Grad… O.o
Um 13 Uhr haben wir uns mit Amiyu und Mina am Hatchiko getroffen, einer bekannten Hundestatue an der Shibuya-Station, von der hier erstmal ein Foto folgt:



Und noch ein Foto von Shibuya:



Wir haben noch schnell einen Abstecher ins bekannte Kaufhaus Shibua109 gemacht und sind dabei über folgendes gestolpert:



Es leben die japanischen Englischkenntnisse *lol*
Aber wer weiß, vielleicht sind "Sandhexen" ja auch eine Touristen völlig unbekannte japanische Spezialität....
Dann gings aber los nach Odaiba, dem Hafenviertel von Tokyo. Von der Bahn aus hat man eine wahnsinnig tolle aussicht *schwärm*
Hier mal ein paar Bilder unserer unterhaltsamen Bahnfahrt ^___^:



Yosh und Auris




Amiyu (die Hand die ihn da gerade mit Erdbeer-Sahne-Kuchen füttert gehört zu Mina... ^_^°)




Amiyu und Mina mit den Überresten des Kuchens...

Wir sind in Kokusai-tenjijo umgestiegen, hier mal ein Foto von der Gegend:



Amyiu hat uns den in den letzten 10 Jahren aus dem Boden gestapften neuen Teil des Hafenviertels gezeigt, mit einem riesigen Einkaufszentrum, dem Fort Venus.



Oben befinden sich eher die noblen Geschäfte, unten dann auch was für Normalsterbliche, sowie ein riesiger Merchandise-Shop, von „Nightmare before Christmas“ zu „Rilakkuma“ über „Lilo & Stich“ und „Hello Kitty“ bis hin zu „Pirates of the Caribbean“ gibt es dort einfach ALLES…

Mittlerweile wurde es auch schon wieder dunkel... Dämmerung in Tokyo:



Dann sind Amiyu und Mina ins Kino und wir drei haben uns eine Einkaufsstraße Japans im Stil der 60-er 70-er Jahre angeschaut (die in der vierten Etage eines gigantischen anderen Einkaufzentrums lag… -_-°) War aber interessant.
Fotos:














Dann sind wir gegen 20:30 nach Shiodome, wo uns Amyiu in eines der höchsten Häuser ever geschleppt hat, um uns seinen liebsten Ort in Tokyo zu zeigen. Und tatsächlich: Ganz oben hat man eine relativ gering besuchte Glasfront und einen unglaublich schönen Blick auf Tokyo und die tokyoter Bucht. Vor allem bei Nacht… Nach einer Viertelstunde hat mich der Rest dann aber leider von dort weggerissen *grummel*.
Hier aber die Fotos.









Die Brücke die ihr auf dem letzen Bild seht ist übrigens die „Rainbow-bridge“.
Dann ab nach Hause und ins Bett.


28.12.06

Heute morgen klingelte um 6 Uhr der Wecker…
Denn schließlich musste ich ja um 8:10 am Shinjuku-West-Exit sein, wollte ich doch mit Hidemi und Thomas (Freunde aus Osaka) nach Fuji-Q-Highland.



Hat auch wunderbar funktioniert und nach einer anderthalb stündigen Busfahrt waren wir dann endlich da. Hat sich auch gelohnt. In dem Park stehen insgesamt sieben Achterbahnen, drei davon sind im Guiness-Buch der Rekorde….
Eine ist die höchste, die andere hat die meisten Loopings und die dritte ist die schnellste…
Die höchste, die „fujiyama – king of coasters“ war wegen zu starkem Wind leider geschlossen…
Aber mit der „eejanaika“ sind wir gefahren. Ich hab mich noch nie sooft gedreht… und das Ding hat keinen Boden, das heißt du fährst zwar schon auf Schienen, aber die sind halt ÜBER dem Wagen angebracht und deine Beine hängen entsprechend frei nach unten, bzw. sooft wie man sich dreht (die einzelnen Kapseln können sich nämlich auch noch mal separat drehen…) hängt eher der kopf frei nach unten *dizzy*.
Na war jedenfalls lustig.
Und dann habe die Japaner ja eines: Ahnung von Geisterbahnen…
Oh.mein.gott.
„Haunted House.“
Zu Fuß, in Gruppen von max. drei Personen (ein Glück, alleine wäre ich gestorben), nur mit einer Taschenlampe, läuft man durch ein Haus und fühlt sich wirklich wie in diesem einem Horrorfilm. Insgesamt braucht man wohl 50 Minuten… O.o
Hätte ich nicht überlebt. Ein Glück das Hidemi auf Toilette musste und extra für alle mit schwachen Nerven (oder Blasen…) Notausgänge angebracht sind.
Es ist echt scheiße gruselig, wenn man sich nur mit einer Taschenlampe durch einen finsteren Raum tastet, in der Ecke liegt ein Mädchen, in zerrissenen, blutverschmierten Klamotten, wimmernd wahnsinnig vor sich hin, von der Decke über ihr tropft Blut und man zittert eh schon, weil man nicht weiß, was um die nächste Ecke auf einen wartet. Dann hört man ein Geräusch, denkt noch „nicht umdrehen“, dreht sich um und hinter einem steht ein Zombie, wankt auf einen zu und verfolgt einen auch noch die nächsten dreißig Meter. Vor lauter Entsetzen rennt man also blind die Treppe hoch, in den nächsten Raum, die Tür knallt hinter einem zu und man bekommt gleich den nächsten Herzinfarkt, weil der Schein der Taschenlampe auf eine aufgeschnittene Gestalt fällt, die auf einem Operationstisch festgeschnallt ist und versucht freizukommen und man dass dumme Gefühl hat, dass da noch etwas hinter einem durch die Tür (die ja jetzt ZU ist) gekommen ist. Und ein Ausgang ist nicht in Sicht.... Na vielen Dank auch. Dazu hört man noch ständig Schritte und Schreie. Teils vermutlich von den anderen Gruppen… aber in solchen Momenten fällt einem dann NICHT ein, dass draußen die sonne scheint und die Zombies, durchgedrehten Doktoren und andere Monster nur Schauspieler sind die ihre Sache halt gut machen…
Ich bin jedenfalls fast gestorben… *ächz*

Natürlich heißt dieser Vergnügungspark nicht umsonst „Fuji-Q-Highland“ (dass das „Highland“ auf die Achterbahnen anspielt haben ja wohl alle begriffen ne…). Das Ganze befindet sich in Sichtweite des Fuji-san. Und wir hatten Glück und haben einen klaren Tag erwischt, sodass ich den Fuji endlich mal live sehen konnte. Beeindruckend und wunderschön, kein Wunder das die Japaner ihn verehren. Das Seltsame ist auch, dass um ihn herum zwar Berge stehen, die nicht viel weniger hoch sind, aber der einzige auf dem Schnee liegt ist der Fuji… O.o
Hier mal ein Foto:



Dann gibt’s in Fuji-Q-highland noch das „Thomas-Land“. Kennt diese Eisenbahn noch jemand? Ich fand die total toll als kleines Kind und hab mir die Bilderbücher immer bei meiner Patentante angeguckt…:



Dann gabes noch ein kleines „Hamtaro-Land“. Total niedlich mit Mini-Riesenrad und einem Park wo überall Hamster rumstanden, und einem Fahrrad-Kurs in ca. vier Meter Höhe. Heißt die Fahrräder waren an den Schienen schon befestigt, aber man konnte/musste halt selber treten.Jedenfalls musste ich bei all den Hamstern natürlich sofort an Loki denken, und hab auch ein Foto gemacht:



Um fünf sind wir dann wieder in den Bus und um halb acht war ich wieder hier und dann sind Auris, Yosh und ich noch für anderthalb Stunden zum nächsten Karaoke gegangen…
Sehr unterhaltsam.


29.12.

Heute war big Treffen angesagt…
Um eins am Shinjuku-East-Exit mit Amiyu, Mina, Seiko + Freundin und Linda. ^_____^
Als wir dann endlich vollzählig versammelt waren sind wir erstmal ins Kiddy-Land, ein sieben-stöckiges Haus in dem man viele tolle überflüssige, bunte glitzernde Dinge kaufen kann ^___^.
Dann weiter nach Harajuku, zuerst zu H.Naoto (diese Klamotten *umkipp*) und dann ins Laforet. Von außen und auch in den oberen Etagen ein ganz normales Kaufhaus
ABER: in den beiden unteren Etagen (ungefähr halb so groß wie eine Etage vom KDW… also GROß) NUR, aber wirklich NUR alternative Klamotten, von Gothic, über Lolita, hin zu Decora, Punk, Rock, Metal, Visual Kei und Pop…
Und in einem dieser Geschäfte (Algonquins, relativ bekannte, und dummerweise teure Marke) lachte mich dann plötzlich mein Wintermantel an. Ich hab ihn dann auch mitgenommen (und 20.000 Yen dagelassen -_-°°).
Und die Verkäuferin war ja so niedlich. *quietsch*
Auf japanisch: „Wo kommst du denn her?“ „Deutschland.“ „OOOHHHH *quietsch* Ich will auch mal nach Deutschland, ich mag Deutschland.“
Dann hat sie auf Deutsch gesagt „Ich heiße….“ (Name vergessen -_-°). Und als sich dann auch noch rausstellte, dass wir gleich alt sind und Linda und Seiko auch noch ins Geschäft kamen und sie auf einmal VIER Deutsche um sich hatte war sie ja hin und weg *lol*.
Total knuffig. Aber seltsam, dass die Japaner so begeistert von uns sind…. Amiyu war ja auch schon ganz hin und weg von der Tatsache mit sieben Deutschen unterwegs zu sein… -_-°°
Hier jedenfalls der Mantel:



Das Tolle ist: Den kann man nochmal auseinandernehmen: das Cape kann man extra tragen (oder halt auch gar nicht), und an der Gürtel ist quasie nochmal ein extra Rock, sodass ab dem Gürtel der antel zweilagig ist. Da man den Gürtel auch abnehmen kann hab ich praktisch Mantel und Rock in einem... ^____^

Naja, wie auch immer, wir sind dann weiter zur Takeshita, gucken, Purikuras machen (^_^), quatschen etc.



Amiyu und Mina haben sich dann bald verabschiedet und sind los zum Vidoll-Tour-Final.
Wir übrigen sechs haben uns zwei Stunden später dann auch getrennt, aber mit Begeisterung festgestellt, dass wir unabhängig von einander Karten für das gleiche Sylvester-Event gekauft haben, also sehen wir uns am 31 nochmal.
Morgen geht’s noch mal nach Odaiba, da findet nämlich eine große Anime-Convention. Schon praktisch wenn man einen japanischen Führer hat… ^___^

Bis Morgen ^__^
sarah am 29.12.06 19:22


~*~*~*~*~*~Endlose.Stadt~*~*~*~*~*~

Tokyo, 26.12.06, 00:18

Der neue Tag hat gerade erst begonnen, um mich herum schlafen alle, bis auf Yosh, der ihr Husten keine Ruhe lässt, und ich nutze die Gelegenheit meinen Tagesbericht zu schreiben:
Heute morgen bin ich Viertel vor Elf wach geworden, eine Stunde später hab ich dann Auris aus dem Schlaf gerissen und gegen 12:45 sind wir hier los, mit der Yamanote-Linie zwei Stationen bis zur Shinjuku-Station.
Hier mal ein Foto von einem Tausendstel dieses Bahnhofes, der das höchste Passagieraufkommen der Welt aufweist (das merkt man...):




Dann ein paar Fakten zu Shinjuku, dem Herzen Tokyos:
- ist quasi eine eigene Stadt (darum sagt man auch „Shinjuku-city“)
- Partnerstadt ist Berlin-Mitte (das ist so armselig… -_-)
--es ist das bedeutenste Kommerz- und Verwaltungszentrum Japans, dessen größtes
„Wolkenkratzerviertel“, sowie der größte Einkaufsdistrikt (ungefähr ein Dutzend riesiger
Kaufhäuser)
Hier ein Foto des 15 Stockwerke hohem Takashimaya:



- dort befindet sich der kaiserliche Shinjuku-kohen, einer der für seine Kirschblüte
bekanntesten Parks in Japan
- Shibuya beherbergt die größten Hotels (Hilton etc.), das Kabukicho (das größte und
älteste Vergnügungsviertel Japans, mit den meisten Kinos und einem riesigen Rotlichtbezirk) sowie Shinjuku ni-chome, wo sich der schwule Teil der Tokyoter… naja… amüsiert…

Hier sind noch ein paar Fotos von Shinjuku, gemacht von einer Fußgängerbrücke unmittelbar am Bahnhof.
Ich muss übrigens mal anmerken, dass man hier wirklich nicht weiß wann man über, unter oder ebenerdig ist... Die Stadt besteht eigentlich aus drei Städten... eine Unterirdische, eine Ebenerdig und eine über der Erde (ohne Scherz: es gibt Fußgängerwege über der Erde, auf zwei verschiedenen Höhen... Und das mir *bibber*). Na hier jedenfalls die Fotos:







Auris und ich sind dann einfach mal los und per Zufall haben wir einen Purikura-Automaten gefunden, und erstmal wieder Fotos gemacht. Ich muss unbedingt so ein Buch kaufen wo man seine ganzen Fotos reinkleben kann, mit ein bisschen Glück komm ich da morgen zu. Und hier ist mal ein Foto von diesen Automaten:



Kurz darauf waren wir dann am „Tokyo Metropolitan Government Building“, manchmal auch einfach nur Rathaus genannt, aber das ist ja wohl eine gnadenlose Untertreibung. Da drin befindet sich, neben dem Sitz der Präfekturregierung und unzähligem anderen, nämlich auch eine ganze Universität…



Das ist das erste Gebäude, die beiden Türme sind je 248 Meter hoch, es überragt sämtlich anderen Hochhäuser ringsherum und wirkt wie eine moderne gothische Kathedrale.
Und hier ist ein Fotos des Platzes vor vor dem ersten Gebäude, gehört aber mit zum Rathaus...:



Und ein Foto das von eben jenem Platz aus gemacht wurde:



Das Rathaus, bzw. das "Tokyo Metropolitan Government Building" ist insgesamt ein Drei-Gebäude-Komplex, wurde 1981 nach drei Jahren Bauzeit fertig und kostet 157 Mrd. Yen (über eine Mrd. Euro).
Es wurde geplant von Kenzo Tange, ein begnadeter Architekt meiner Meinung nach, ich finde den gesamten Komplex nämlich wirklich umwerfend schön. Es ist mittlerweile das neue Wahrzeichen der Stadt.
Jeweils im 45 Stock der beiden Türme des ersten Gebäudes befinden sich Aussichtsplattformen. Die haben gegenüber dem Tokyo-Tower zwei große Vorteile:
- es ist kostenlos
- das Tokyo Metropolitan Gov. Building ist nicht so zugebaut wie inzwischen der Tokyo
Tower, sodass die Aussicht von dort sogar besser ist…
Es folgen ein paar Fotos von Tokyo von oben ^__^.







(Seht ihr den Rot-Weißen-Turm da links? Das ist der Tokyo-Tower)






Ich find es ja irgendwie beängstigend, dass das Ende dieser Stadt NIRGENDS zu sehen ist… Angeblich kann man ja an klaren Tagen den Fuji-san sehen, aber bei dem Smog der über der Stadt hängt glaub ich das nicht… Die Reklame-Fotos sind bestimmt gefälscht… ^_^°

Dann kam die Hobby-Fotographin in mir durch, und hier sind ein paar Fotos von Shinjuku, die rein der Ästhetik wegen gemacht wurden (ich weiß ja, Eigenlob stinkt und so, aber mir gefallen sie wirklich gut...):















Auf dem Rückweg zur Shinjuku-Station sind wir an einem anderen Eingang gelandet und auf einen Markt gestoßen (im Bahnhof).
Hier mal ein Fotos japanischer Süßigkeiten… (Ja, man KANN es definitiv essen, nein ich weiß nicht was es ist, und NEIN ich werde es bestimmt NICHT probiere, das sieht gefährlich aus…):





Viertel nach Vier waren wir dann wieder im Guesthouse, Yosh und Auris sind los zum Konzert und ich hab erstmal ne Runde gepennt, ich bin ständig müde… *grummel*
Als das Konzert zu Ende war, haben sie mich angerufen und ich bin hin (ist zu Fuß nur ca. 10 Minuten) und hab endlich Mina wieder gesehen und Amiyu kennen gelernt. Wir waren noch zusammen was essen und dann sind Mina und Amiyu wieder zu ihm nach Hause. Morgen gehen wir zusammen in Ikebukuro shoppen. Das kann was werden, ich brauch unbedingt noch mehr Geld, dadurch das wir hier täglich schon mind. 500 Yen an Fahrtkosten haben, plus, dank nicht vorhandener Küche, ständig auswärts essen, geht das Geld schneller weg als man gucken kann, selbst wenn man sich sonst nichts kauft… Ein Glück gibt’s hier mehrere Citibank Filialen…

Achja: ich bin endlich mal dazu gekommen von den „please do not smoke on the street“-Dingern ein Foto zu machen: Büdde sehr:



So, das war’s für heute, gute Nacht…
(achja: wenn ich nicht mehr Kommentare kriege werde ich grummelig… Da mach ich mir soviel Mühe und denn sagt ihr nichts dazu *schmoll*)
sarah am 25.12.06 17:51


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